Das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) ist ein außeruniversitäres raumwissenschaftliches Forschungsinstitut, Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft und assoziiertes Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Gesellschafter ist das Land Nordrhein-Westfalen. Das ILS hat seinen Standort in Dortmund und unterhält ein Büro in Aachen. Die Forschungsgruppe„Metropole und Region“ des ILS sucht zur Mitarbeit im DFG-Projekt „EmpirischePlanungskulturforschung in schrumpfenden Städten und Stadtregionen am Beispiel von Freiraum-, Wohnflächen-und Einzelhandelsentwicklungen“ für den Zeitraum vom 01.07.2016 bis zum 30.06.2018

eine Wissenschaftliche Mitarbeiter in / einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter

mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 26 Stunden. Arbeitsort ist Dortmund. Die Befristung erfolgt nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Die Vergütung orientiert sich an der Entgeltgruppe 13 des TV-L.

Aufgabenbeschreibung

Das DFG-Projekt wurde zusammen mit Prof. Dr. Uta Hohn (Geographisches Institut der Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Rainer Danielzyk (Institut für Umweltplanung der Leibniz-Universität Hannover) eingeworben. Es sind insgesamt drei Stellen(E 13 TV-L, 65%) befristet auf jeweils zwei Jahre zu besetzen. Die StelleninhaberInnen werden sehr eng zusammenarbeiten und vor allem die empirischen Studien in den Untersuchungsräumen Gelsenkirchen, Saarbrücken, Halle und Chemnitz sowie die in das Projekt integrierten Workshops gemeinsam vorbereiten und durchführen. Zugleich erfolgt eine arbeitsteilige thematische Fokussierung auf die Bereiche Freiraum (ILS), Wohnen (RUB) und Einzelhandel (Leibniz Universität Hannover). Arbeitsort der hier ausgeschriebenen Stelle mit dem Schwerpunkt „Empirische Planungskulturforschung in schrumpfenden Städten und Stadtregionen am Beispiel der Freiraumentwicklung“ ist Dortmund. Die Erarbeitung einer Promotion mit thematischem Bezug zum DFG-Projekt wird ausdrücklich unterstützt.

Ziel des DFG-Projekts ist es, theoretisch und empirisch fundierte Antworten auf die Frage zu generieren, inwiefern es beim Übergang von einer wachstumsorientierten zu einer auf Anpassung an mehrdimensionale Schrumpfungsprozesse ausgerichteten Planung zu einem Wandel lokaler und regionaler Planungskulturen in den Bereichen der Freiraum-, Wohnflächen- und Einzelhandelsentwicklung gekommen ist. Es geht um neue Erkenntnisse zu Persistenz und Wandel des informellen institutionellen Gefüges bestehend aushandlungsleitenden Werten, Normen, Bedeutungszuweisungen und Wahrnehmungsmustern. Hier bedarf es der Erforschung der Adaption der politischen Diskurse sowie der Handlungslogiken und -muster der Akteure sowie der Interrelationen mit neuen Planungskonzepten, -instrumenten und -verfahren. Hierzu werden unterAnwendung eines institutionen- und handlungstheoretisch basierten Analysemodells die planungskulturellen Konfigurationen und Dynamiken auf kommunaler und stadtregionaler Ebene in vier Fallstudien vergleichend untersucht (Gelsenkirchen, Saarbrücken, Halle, Chemnitz).

Aufgabenspektrum

  • Literatur-, Dokumenten- und Datenanalysen
  • Leitfadeninterviews und Gruppendiskussionen mit ExpertInnen in den Untersuchungsräumen
  • Organisation, Durchführung und Auswertung von Workshops
  • Vergleichend angelegte Auswertungen der empirischen Untersuchungen (Vergleiche: a) zwischenStädten und Regionen, b) zwischen den drei Themenfeldern)
  • Präsentationen von Zwischen- und Endergebnissen auf Workshops sowie Publikationen in deutsch- wie englischsprachigen Fachzeitschriften
Voraussetzungen
  • überdurchschnittlich abgeschlossenes Studium auf dem Gebiet der Raumwissenschaften, insb. der Geographie, Stadt- und Regionalplanung, Raumplanung bzw. vergleichbarer Fachrichtungen, sowie eine mindestens mit sehr gut bewertete Masterarbeit
  • tiefgründige Kenntnisse in der Planungsgeschichte und planungswissenschaftlichen Governance-Forschung
  • fundierte Kenntnisse in der qualitativen empirischen Sozialforschung, insb. auf dem Gebiet von Leitfadeninterviews und Gruppendiskussionen
  • sehr gute kommunikative Kompetenz und Befähigung zum wissenschaftlichen Schreiben
  • sehr gute Englischkenntnisse
  • Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Innovationsfähigkeit, Umsetzungsstärke, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten
  • Schwerbehinderten Bewerberinnen/Bewerbern wird bei gleicher Eignung der Vorzug gegeben. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.

Nähere Auskünfte zum Projekt erhalten Sie von

Dr. Mario Reimer
0231 9051268
E-Mail: ma[email protected]

Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer FG1/2016-1 auf dem Postweg oder per E-Mail mit den üblichen Unterlagen bis 13.5.2016 an das:

ILS
Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH
Personalwesen
Postfach 101764
44017 Dortmund
E-Mail: [email protected]

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