Antimikrobielle Resistenzen (AMR) gehören zu den größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit. In Europa sterben jedes Jahr rund 35.000 Menschen an Keimen, gegen die viele Antibiotika nicht mehr wirken. Ab Juli 2027 verlangt daher die überarbeitete EU-Kommunale Abwasser Richtlinie (EU-KARL), dass größere Kläranlagen solche Resistenzen im Abwasser mit PCR-Tests überwachen. Doch bisher werden dafür sehr unterschiedliche Methoden genutzt und noch ist nicht klar, welche davon für Abwasserproben optimal geeignet und genau genug sind. Es fehlen insbesondere geeignete Materialien, um die Qualität der Messungen zu prüfen. Das vom BMFTR geförderte Projekt AMRready4KARL (April 2026 bis März 2027) am JRF-Institut FIW - Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachenwill diese Lücke schließen. Das Projekt nutzt sogenannte virusähnliche Partikel (VLPs) als sicheres Testmaterial. Sie enthalten die zum Nachweis erforderlichen Erbinformationen von Antibiotikaresistenzen, sind aber selbst harmlos und nicht ansteckend. Durch ihre stabile Hülle eignen sie sich gut für Untersuchungen im Abwasser. So können PCR-Testverfahren sicher geprüft und besser miteinander verglichen werden.




