Im Jubiläumsjahr 2021 wird an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erinnert. Ziel des Festjahres ist es, die Vielfalt jüdischen Lebens sichtbarzu machen. Das JRF-Institut STI – Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen stellt sein 1700-Jahre-Projekt aus Köln vor.

Zwei Jahrhunderte rheinisch-jüdischer Geschichte sind eng mit dem jüdischen Friedhof in Köln-Deutz verbunden. Er bildet die Brücke zwischen Mittelalter und Neuzeit, ist zugleich Bindeglied zum rechtsrheinischen Köln, der „Schäl Sick“. Das Projekt „Jüdisches Köln – rechtsrheinisch“ des Steinheim-Instituts macht Geschichte(n) hinter verwitterten Inschriften sichtbar.

Programm

Begrüßung (11:00 Uhr)

  • Prof. Dr. Dieter Bathen, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft
  • Prof. Dr. Lucia Raspe, Institutsdirektorin, STI – Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte

Einführung

  • 1700 Jahre jüdisches Leben in Köln: Dr. Ursula Reuter, Geschäftsführerin,Germania Judaica. Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums.
  • Das Steinheim-Projekt zum jüdischen Friedhof Köln-Deutz: Dr. Cordula Lissner, Wissenschaftliche Geschäftsführerin, STI – Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte

Friedhofsführungen
Führungen über den Friedhof – jeweils 20 Minuten mit der Möglichkeit, alle drei Führungen wahrzunehmen. Männliche Teilnehmer müssen eine Kopfbedeckung tragen!

  • Jüdische Friedhöfe: Inschriften, Symbole, Besonderheiten – Anna Martin,  Wissenschaftliche Mitarbeiterin, STI – Salomon Ludwig Steinheim-Insitut für deutsch-jüdische Geschichte
  • Grabsteine Deutzer Juden seit dem 18. Jahrhundert – Nathanja Hüttenmeister, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, STI – Salomon Ludwig Steinheim-Insitut für deutsch-jüdische Geschichte
  • Gesteinsarten, Verwitterungsschäden, Restaurierungsmöglichkeiten – em. Prof. Dr. Hans Leisen, Em. Professor für Geologie und Konservierungswissenschaften an der TH Köln

Datum und Uhrzeit
Sonntag, 29. August 2021
11:00 – 13:00 Uhr

Veranstaltungsort
Jüdischer Friedhof Köln-Deutz
Judenkirchhofsweg 6
50679 Köln
Treffpunkt: vor Eingangstor des Friedhofs

Anreise
Ein öffentlicher Parkplatz befindet sich neben dem Friedhof. Die Adresse für Navigationsgeräte ist Dr. Simons Straße (in die Sackgasse hineinfahren).
Anreise mit dem ÖPNV: DB Bahnhof Köln Messe/Deutz, von dort 30 Minuten Fußweg oder mit der Straßenbahnlinie 7 ab Haltestelle Deutzer Freiheit Richtung Zündorf bis Köln Poller Kirchweg fahren, von dort 600 m Fußweg bis zum Judenkirchhofsweg.Treffpunkt ist vor dem Eingangstor des Friedhofs.

ReferentInnen

  • Dr. Ursula Reuter ist Geschäftsführerin der Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums. Die jüdische Geschichte Kölns gehört seit Jahren zu ihren Forschungsschwerpunkten.
  • Anna Martin und Nathanja Hüttenmeister sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Steinheim-Instituts. Beide sind Expertinnen für jüdische Friedhöfe und ihre Inschriften. Kontinuierlich erscheinen ihre Forschungsergebnisse in der epigraphischen Datenbank „epidat“.
  • Em. Prof. Dr. Hans Leisen ist emerierter Professor für Geologie und Konservierungswissenschaften und engagiert sich seit Jahren für den Erhalt der Weltkulturerbestätte Angkor Wat. Den jüdischen Friedhof Köln-Deutz hat er im Rahmen von Lehrveranstaltungen mit Studierenden der TH Köln erforscht.

Anmeldung bis zum 24.08.2021.
Der Eintritt ist frei. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt und kann nur nach bestätigter Anmeldung erfolgen!

Das Programm: