Worauf müssen sich unsere Städte vorbereiten – und was bedeutet der Klimawandel für Politik und Gesellschaft?

vor drei Wochen ereilte Deutschland bereits die dritte Flutkatastrophe in diesem Jahr. Nach den Überschwemmungen in großen Teilen Niedersachsens Anfang des Jahres und im Saarland Anfang Mai, werfen die heftigen Regenfälle in Bayern und Baden-Württemberg nun folgende Fragen auf: War der Klimawandel für diese Ereignisse verantwortlich? Hätten die Ausmaße der Überflutungen verhindert oder zumindest eingeschränkt werden können? Was muss zukünftig getan werden, um Gefahren und Zerstörungen dieser Art zu vermeiden?

Auch durch die mehrere Jahre anhaltende Trockenperiode im Berliner Umland und die stetig steigende Hitzebelastung in den Städten rückte die Anpassung an den Klimawandel auf die politische Agenda – und entwickelte sich von einem Randthema zu einem zentralen Aspekt der klimapolitischen Diskussion. Dabei stellt sich bei der Klimafolgenanpassung nicht mehr die Frage nach dem ‘Ob’, sondern nach dem ‘Wie’.

Anfang Juni 2024 veröffentlichte das Wuppertal Institut einen Zukunftsimpuls zum Thema „Klimafolgenanpassung: gutes Leben in einer sich rasant verändernden Welt absichern“. Das Impulspapier nennt in sechs Kapiteln zielgerichtete Maßnahmen der Klimafolgenanpassung für politische Entscheidungsträger*innen und deckt dabei eine große thematische Bandbreite ab: Neben Empfehlungen für den Umbau der Städte oder Anpassungen in Landwirtschaft und Gesundheitswesen, enthält es auch Ansätze zu naturbasierten Lösungen, zu wirtschaftlichen Chancen und Risiken sowie zu integrierten Strategien, die Klimaschutz und Klimafolgenanpassung intelligent miteinander verknüpfen.

Vor diesem Hintergrund wollen wir besonders die vergangenen Überschwemmungen aus Sicht der Attributions- bzw. Zuordnungsforschung im Kontext des Klimawandels betrachten und darüber sprechen, welche Maßnahmen die Stadt Berlin plant und welche Rolle Klimagerechtigkeit dabei spielt. Insbesondere möchten wir gemeinsam mit Ihnen – sowie mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis – darüber diskutieren,

  • inwiefern sich solche Extremwetterereignisse dem Klimawandel zuordnen lassen und auf welche Folgen sich unsere Städte und Länder für die Zukunft vorbereiten müssen,
  • wie sich Städte an die Folgen des Klimawandels anpassen können und welche Rolle technische und naturbasierte Lösungen sowie soziale Innovationen dabei spielen,
  • welche Handlungsoptionen der Politik, den Verwaltungen und der Gesellschaft offenstehen
  • und welche Barrieren und Zielkonflikte einer raschen Umsetzung von Klimaschutzkonzepten im Wege stehen.

Der Wuppertal Lunch findet am 4. Juli 2024 von 12:00 bis 14:00 Uhr an unserem neuen Berliner Standort in der Chausseestraße 86 in Präsenz in den Räumen von meeet (Hofgebäude) statt.

Die Veranstaltung findet unter Chatham-House-Regeln statt.

Teilnahme und Anmeldung
Für eine Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Dafür registrieren Sie sich bitte unter folgendem Link: https://forms.gle/eeEuajoqNx8ZPsN66

Agenda
12:00 Uhr
Get-together und Netzwerken bei einem kleinen Imbiss
12:30 Uhr
Begrüßung und Moderation
Stefan Werland, Co-Leiter Büro Berlin am Wuppertal Institut
12:40 Uhr
Einführungsstatement
Constanze Schmidt, wissenschaftliche Referentin Strategische Themenfeldentwicklung Klimafolgenanpassung am Wuppertal Institut

Podiumsdiskussion – es diskutieren:
12:50 Uhr
• Dr. Frank Kreienkamp, Attributionsforschung, Leiter des Regionalen Klimabüros Potsdam, Deutscher Wetterdienst
• Sebastian Scholz, Leiter der Arbeitsgruppe “Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm”
• Constanze Schmidt, wissenschaftliche Referentin Strategische Themenfeldentwicklung Klimafolgenanpassung am Wuppertal Institut
14:00 Uhr
Ende der Veranstaltung