Am Freitag, den 7. November 2025, lud die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) anlässlich des Welttags der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung der UNESCO zu einem parlamentarischen Frühstück in den Landtag Nordrhein-Westfalen ein. Unter dem Titel „Frieden und Entwicklung im Kontext von Klimaveränderungen und Ernährungsunsicherheit“ diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der JRF-Mitgliedsinstitute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung über die komplexen Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Ernährungssicherheit und Konflikten.
Nach einer Begrüßung Rainer Schmeltzer, Vizepräsident des Landtags NRW, und Professor Dieter Bathen, Vorstandsvorsitzender der JRF, verdeutlichten Impulsvorträge aus der Forschung, wie eng ökologische, soziale und politische Faktoren miteinander verknüpft sind. Michael Brüntrup (IDOS) stellte mit seinem Vortrag „Resilienz von Ernährungssystemen und Managing Global Governance - können globale Abkommen gegen Dürrerisiken helfen?“ aktuelle Forschungsergebnisse zur globalen Ernährungssicherheit vor und zeigte auf, wie internationale Kooperationen zu nachhaltiger Entwicklung beitragen können. Dr. Manuel Bickel (Wuppertal Institut) betonte in seinem Vortrag „Veränderung beginnt auf unseren Tellern: Ernährungssystem und Klimawandel – Perspektiven für NRW“, dass Klimaschutz und Transformation der Ernährungssysteme auch in NRW als Beitrag zum globalen Frieden verstanden werden sollten. Benjamin Etzold (bicc) erläuterte in seinem Vortrag „Dürre, Hunger und ethnische Gewalt in Nordkenia – Wege aus der multiplen Krise“ die Rolle von Ressourcenknappheit und ungleichem Zugang zu Nahrung als Treiber gewaltsamer Konflikte.
Im Anschluss an die Impulse diskutierten die Teilnehmenden die Verantwortung von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit den vortragenden Wissenschaftlern. Dabei wurde deutlich, dass wissenschaftliche Erkenntnisse eine entscheidende Grundlage für nachhaltige Friedens- und Entwicklungspolitik bilden – sowohl auf internationaler Ebene als auch in Nordrhein-Westfalen. Mit dem parlamentarischen Frühstück setzte die JRF ein Zeichen für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik und unterstrich die Bedeutung interdisziplinärer Forschung für eine friedlichere und gerechtere Zukunft.








